Mein Reisebericht –
das Jura-Gedicht


Am Montag, 02.01.06, pünktlich um neun,
lud Thomas sexFrauen in seinen Kleinbus ein.

Bei mäßigem Verkehr ging’s über den Bodensee und die Schweiz
zum Langlaufen in’s französische Jura mit besonderem Reiz.

Kurz vor’m Ziel, nach ca. 7 Stunden,
ist die gute Laune allmählich verschwunden.

Fast alles grün und nicht sehr viel Schnee –
Mundwinkel alla Merkel – oje, oje!

Doch welch ein Wunder, nach ein paar Serpentinen
ist plötzlich eine Märchen-Winterlandschaft erschienen.

Alle strahlten bis zum Einzug in ihre Zimmerlein –
zu klein für zwei, das war nicht fein.

Aber der Thomas kann nicht nur super skaten,
sondern mit seinem Charme auch Zimmer upgraden.

Der Abend klang gemütlich aus
mit einem landestypisch deftigen Schmaus
(viel Käseracletteund Wurst – schön fett).

Der Tag danach war ein Langlauftraum, stark auf und ab.
Gabi und Rosa hielten die Mannschaft bzw. „Frau schafft“ in Trab.

Rosa erklärt, Skaten darf nicht langsamer geh’n,
sonst bleibt der Ski am Berg einfach steh’n.

Extraanstieg zur urigen Hütte für die Pause
mit heißer Bowle – ohne Allohol – zur Jause.

Abends wieder das gleiche Spiel –
Essen und Trinken, soviel man will.

Nach dem Motto:  Tagsüber laufen,
abends saufen.

Was wohl der dritte Tag
alles bringen mag?

Morgens war der Himmel grau
und der Wind blies kalt und rau.

Der Ruf des Montblanc lockt uns trotzdem in die Höh’n,
leider ließ er sich dann am Ausblick nicht seh’n!

Doch ob Skaten oder Klassik – in den Jura-Weiten
Lässt es sich bei jedem Wetter wunderbar gleiten.

Der Thomas verwöhnt uns mit Kuchen und Tee
und dann die 5-Sterne-Abfahrt – „mei war des schee!“

Am Mittwoch traf endlich das bestellte Wetter ein,
blauer Himmel und Sonnenschein.

Da konnten wir vom Hotel ziemlich eben
zum Crêpe-Essen nach Le Rousses einschweben.

Selbst Elsbeth und ich skateten die ganze Tour
und beide erlebten wir Spaß pur.

Noch nie in all den Langlauf-Jahren
habe ich solch perfekt präparierte Loipen erfahren.

Die Spurgeräte sind hier auch imposant und mächtig,
da wirken unsere heimischen wie Spielzeug schmächtig.

Der Tag endet mit Käsefondue und ist kaum zu toppen –
doch das geht, und zwar am Tag 5, gleich morgens beim shoppen.

Danach ski de fonds bis zum Abwinken bei Föhn;
ich kann es nicht beschreiben, so unbeschreiblich schön!

Am Samstag waren wir nicht mehr ganz allein,
da fielen die Franzosen in „unsere“ Loipen ein.

Abschlussfahrt in die Tafelberge - noch ein Highlight;
leider verging sie viel zu schnell die schöne Zeit.

Auf der Heimfahrt kurz ein Stopp in Le Rousses,
hier Käse einkaufen ist ein absolutes Muss!

Zum Abschied gibt’s als Zuckerl einen grandiosen Blick,
Alpenkette mit Montblanc über den Wolken - was für ein Glück!

Danke möchte ich sagen an den Petrus im Himmel droben
und ihn für den 1a Schnee und das gute Wetter loben.

Danke an Thomas für die traumhaften Tage,
seine Perfektion und Vermittlung von Freud’ an der Plage.

Es war sehr angenehm, in dem harmonischen Kreise,
hoffentlich darf ich mal wieder mit auf die Reise.

D.h., dem blauen Eisbär
gefiel die Woche sehr!
(Elisabeth)